06. August 2026
Deutscher Wein verliert Marktanteile
Im ersten Halbjahr 2026 schnitt deutscher Wein trotz einer steigenden Käuferreichweite mit rückläufigen Einkaufsmengen und Marktanteilen im Handel ab. Diese Ergebnisse gehen aus dem Mafo-Newsletter hervor, den das Deutsche Weininstitut (DWI) mit Verweis auf Daten aus dem NielsenIQ HomeScan Panel Ende Juli 2026 veröffentlicht hat. Wie üblich wurden private Einkäufe, aber nicht der Außer-Haus-Konsum, erfasst. Im Detail ergaben sich folgende Entwicklungen: Die Käuferreichweite stieg im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um insgesamt 0,4%. Es haben also mehr Haushalte Wein eingekauft. Deutscher Wein schnitt mit +0,5% sogar etwas besser ab, ausländischer Wein entwickelte sich im Vergleich beider Halbjahre mit -0,4% schlechter. Demgegenüber steht ein Rückgang der Einkaufsmengen. Deutscher Wein verlor hierbei mit -5,7% mehr als ausländische Ware mit -3,4% (gesamt: -4,4%). Die Verbraucher kaufen also seltener und weniger ein. Auch beim Einkaufswert zeigt sich ein ähnliches Bild. Hier hat deutscher Wein größere Einbußen erfahren (-7,2%) als ausländischer (-4,5%; gesamt -5,8%). Der Umsatz war demnach stärker rückläufig als der Absatz.
Auch bei den Marktanteilen ging es bergab: Mengenmäßig für heimischen Wein um -0,6%, wobei das DWI mitteilt, dass Verlusten im Weiß- Zuwächse im Rot- und Roséweinbereich gegenüberstanden. Insgesamt betrug im ersten Halbjahr 2026 der absatzseitige Marktanteil deutscher Weine 42,5%. Da die durchschnittlichen Preise hierfür stärker rückläufig waren als die ausländischer Weine, ging der Marktanteil nach Umsatz für die hiesigen Gewächse stärker zurück. Er sank von 47,3% auf 46,4%. Gewinner seien dabei vor allem italienische Weißweine gewesen. -red-