22. Oktober 2026
EU meldet 41,1 Mio. hl für Italien
Die zuvor gemeinsam von der Unione Italiana Vini (UIV), der Önologenvereinigung Assoenologi und dem Landwirtschaftsinstitut Ismea herausgegebene Ernteschätzung aus Italien wird in diesem Jahr ausgesetzt. Die EU-Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (DG Agri) übernimmt dies. Für Italien gibt die Datenbank fürs Marktsegment Wein am 22. Oktober 2026 eine geschätzte Erntemenge von gerundet 41,12 Mio. hl an. Für Spanien meldet die EU-Kommission 37,56 Mio. hl, Frankreich wird hier mit 33,86 Mio. hl auf Platz 3 geführt. Die italienische Erntemenge fällt dabei vor allem durch den extrem heißen Sommer um 7,2% kleiner aus als im Vorjahr. Im Schnitt wurde die Ernte 14 Tage früher als im langjährigen Mittel eingefahren. Dabei zeichnet sich nach Rückmeldungen beispielsweise von Valoritalia (wo 219 geschützte Herkunftsbezeichnungen beobachtet werden) ab, dass DOC- und DOCG-Gebiete weniger stark von Ernteeinbußen betroffen sind als IGT-Gebiete. Offizielle Verlautbarungen zu Regionen werden erst Mitte November erwartet. Aus Branchenkreisen heißt es, dass einzelne Gebiete im Süden Italiens einen deutlich größeren Rückgang als die 7,2% hinnehmen müssten. Der Ciatti-Report geht im Ernte-Update für Oktober darüber hinaus bislang von insgesamt einer schwachen Nachfrage auf den Fassweinmärkten und entsprechend wettbewerbsfähigen Preisentwicklungen aus – die Ausnahme bildet dabei Prosecco, bei dem ein deutliches Plus bei den Abfüllungen gegenüber dem Vorjahr erwartet wird. -red-