22. Januar 2026
Export-Dämpfer für Österreich
Nach Jahren des kontinuierlichen Wachstums muss Österreichs Weinbranche für das Jahr 2025 wohl negative Vorzeichen bei der Export-Entwicklung hinnehmen. Dies geht aus einem Bericht der Österreich Wein Marketing GmbH (ÖWM), Wien, hervor. Zum Rückgang führte laut der Organisation einerseits die kleine Erntemenge 2024, was vor allem auf Weißwein zutreffe. Besonders Märkte, die traditionell viel Weißwein nachfragen – wie zum Beispiel Deutschland – haben deswegen weniger österreichischen Wein importiert. Andererseits begründet die ÖWM die Entwicklungen mit einem „herausfordernden internationalen Umfeld“, etwa wegen der US-Zölle. Die prognostizierten Zahlen veranschaulichen die Tendenzen:
Insgesamt gehe der Export verglichen mit 2024 mengenmäßig um -7,1% auf 59 Mio. l zurück, wertmäßig sind es -6,1% auf 217 Mio. Euro. Für Deutschland, dem wichtigsten Wein-Handelspartner, werden 35,6 Mio. l (-6,7% gg. 2024) im Wert von 95,1 Mio. Euro (-2,6%) erwartet. Dahinter folgen die nordischen Länder (hier Norwegen, Schweden, Dänemark und Finnland), wofür die ÖWM -11% bei der Menge und -19,2% beim Wert notiert. Für die USA geht die Prognose von mengenmäßig -0,8% und wertmäßig -12,5% aus. Dort, sowie in den nordischen Ländern, sei dies auch auf einen Nachfrage-Rückgang bei Low-Intervention-Weinen zurückzuführen. In der Schweiz beobachte man eine Verschiebung von Rot- zu Weißwein, dort werden -4,6% (Menge) und -1% (Wert) erwartet. Wachstumsmärkte sind laut ÖWM-Bericht unter anderem Kanada sowie China und Japan. Im Bericht wird auch die Bedeutung des heimischen Markts thematisiert.