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Foto: Manu Grafenauer, © ÖTW |
Nach zwei Jahrzehnten an der Spitze der Österreichischen Traditionsweingüter (ÖTW) übergibt Michael Moosbrugger die Position des Obmanns zum Jahresende. Anfang 2027 übernimmt Michael Malat den ÖTW-Vorsitz, wie der Zusammenschluss mitteilt. Malat begleitet die Entwicklung der Vereinigung seit rund 20 Jahren im Vorstand; sein Vater Gerald gehörte 1991 zu den Gründungsmitgliedern. Als Michael Moosbrugger 2007 die Führung übernahm, hatte er bereits über zehn Jahre unter dem Obmann Gerald Malat im Vorstand mitgearbeitet. Damals zählten die ÖTW rund 25 Mitgliedsbetriebe. Heute vereint der Verband 91 Weingüter aus acht Weinbaugebieten. Gemeinsam bewirtschaften sie rund 3.600 ha Weinberge, etwa 8% der österreichischen Weinbaufläche. Die Bedeutung der Vereinigung geht aber weit über Österreich hinaus, da sich viele Vereinigungen an der Lagenklassifikation in Österreich orientiert haben, die vom Verband auf die Beine gestellt wurde. Neben dem VDP in Deutschland betrifft das auch die Weinregion Tokaj in Ungarn. Auch der 2013 ins Leben gerufene Single Vineyard Summit (2026 vom 7. bis 10. September auf Schloss Grafenegg in Niederösterreich ausgerichtet) trägt die Handschrift Moosbruggers: Was als konzentrierte Vorschau auf den neuen Jahrgang begann, ist heute durch die Einbindung der internationalen Perspektiven ein wichtiges Arbeitsformat für österreichische Herkunfts- und Qualitätsdefinitionen. „Unsere Arbeit ist dann erfolgreich, wenn sie über den Verein hinaus Nutzen für Weinliebhaber, Sommeliers und andere Experten stiftet. Die gesetzliche Verankerung der Lagenklassifikation (erwartet im neuen Weingesetz im Herbst 2027) ist deshalb kein Schlusspunkt, sondern die Verpflichtung, sie mit Leben zu füllen. Michael Malat hat diesen Weg im Vorstand fast von Beginn meiner Amtszeit an mitgetragen“, erklärt Michael Moosbrugger. Gemeinsam mit Geschäftsführer Michael Tischler-Zimmermann will Malat die gewachsenen Strukturen nutzen, um die ÖTW in wichtigen Märkten noch sichtbarer zu machen, die Lagenklassifikation verständlich zu vermitteln und neue Zielgruppen zu erreichen. -red-