16. April 2026

Mehr resistente Sorten angebaut

Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) auf Basis der Rebflächenstatistik des Statistischen Bundesamts (Destatis) mitteilt, ging die Gesamtrebfläche in Deutschland im vergangenen Jahr um 1% zurück auf rund 102.000 ha. Neue Sorten legten nach Angaben des DWI im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 10% auf rund 4.000 ha Anbaufläche zu. Sie seien damit entgegen der allgemein rückläufigen Anbauentwicklung in der Fläche gewachsen und haben mittlerweile einen Anteil von 4% am deutschen Weinbau. Die Sorte Souvignier Gris habe 2025 im zweiten Jahr in Folge den höchsten Flächenzuwachs (+170 ha) verzeichnet. Mit 766 ha sei sie mit Abstand Deutschlands wichtigste Piwi-Weißweinsorte, gefolgt von Cabernet Blanc mit 356 ha. Leicht positive Vorzeichen gegenüber 2024 weist das DWI zudem den Zukunfts-Rotweinsorten Satin Noir (+10 ha), Cabernet Cortis (+8 ha) sowie Pinotin (+6 ha) zu. Der Flächenrückgang betraf Rotweinsorten mit einem Minus von insgesamt 791 ha etwas stärker als die Weißweinsorten, die um 539 ha zurückgingen und nunmehr 70 Prozent des deutschen Weinbaus ausmachen. Innerhalb der Anbaugebiete nahm laut DWI die Rebfläche in Württemberg (-485 ha) und Baden (-312 ha) am stärksten ab. Größere Flächenrückgänge gab es zudem an der Mosel (-158 ha) und in der Pfalz (-147 ha). Saale-Unstruts Rebfläche wuchs 2025 um 10 ha gegenüber dem Vorjahr auf 868 ha. -red-