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07. Juli 2011

Bordbistro wird exklusive Deutschwein-Zone

Die Deutsche Bahn (DB) schenkt seit Juli in ihren Fernverkehrszügen ausschließlich deutsche Weine aus. Dies meldet das als Kooperations- und Kommunikationspartner beteiligte Deutsche Weininstiut (DWI), Mainz. Auf der neuen, ein Jahr gültigen Weinkarte sollen drei Weißweine, drei Rotweine und zwei Sorten Sekt stehen, die den Gästen der Bordgastronomie eine möglichst große Bandbreite der gesamtdeutschen Weinszene bieten. Die Kooperation ist eine der volumenmäßig größten Aktionen, die das DWI bislang initiieren konnte, wirtschaftlich viel bedeutender als etwa bisherige Lufthansa-Ausschreibungen. Die Bahn gehört nach Gästezahlen zu den Top-10-Gastronomen Deutschlands. Die Bahn hat bekanntlich am Tag mehr Reisende an Bord als Lufthansa in einem Jahr. Der Weinabsatz (der eine Zeitlang über Sansibar organisiert wurde) in den DB-Fernverkehrszügen ist in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich gestiegen. Rund 600.000 Flaschen Rot- und Weißwein sowie 150.000 Flaschen Sekt à 0,25 l sollen nach DWI-Angaben im vergangenen Jahr in den ICE- und IC-Zügen ausgeschenkt worden sein. Von der Ausschreibung (250 Eingänge) über die Weinverkostung interessanter Kategorien (100 Weine) bis hin zur finalen Auslobung der ausgewählten Tropfen war das DWI beteiligt, erklärt Andreas Kaul vom DWI.
Weine der drei Rheingauer VDP-Weingüter Barth (Riesling), August Kesseler (Spätburgunder) sowie Fritz Allendorf (Riesling-Sekt) stehen jetzt ebenso auf der Karte wie Brogsitter (mit einem Grauburgunder aus Rheinhessen). Das Bioweingut Lorenz offeriert einen Dornfelder, die pfälzische Winzergenossenschaft  Vier-Jahreszeiten beliefert die Bahn mit einem Portugieser. Matthias Keth von der rheinhessischen „Message in a bottle“ hat für die Bahn einen Weißburgunder gekeltert. Rotkäppchen-Sekt komplettiert die 2011/2012-Weinkarte des Bord-Bistros.