03. Juni 2026

Raus aus der Nische?

Georgischer Wein hat in Deutschland in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. So sei der Wert der Importe im Zeitraum von 2021 bis 2025 um 89% gestiegen, während die Menge um 101% zunahm. Dies teilt das Informationsbüro Weine aus Georgien mit Verweis auf die National Wine Agency of Georgia mit. Insgesamt gelangten im Jahr 2025 rund 1,3 Mio. l georgischer Wein im Wert von umgerechnet ca. 5,1 Mio. Euro nach Deutschland – bei einer Gesamtexportmenge von 89,7 Mio. l, die in 75 Länder weltweit wanderten. Trotzdem gehöre Deutschland zu den wichtigsten Märkten. Außerdem hat die National Wine Agency eine Studie in Auftrag gegeben, die sich mit der Wahrnehmung und dem Potenzial georgischer Weine auf dem deutschen Markt befasst. So gaben 2021 noch 90% der befragten Fachleute an, wenig oder gar keine Kenntnisse über georgischen Wein zu besitzen. Heute, so das Informationsbüro, würden 60% der Umfrageteilnehmer über „fundiertes Grund- oder Fachwissen“ verfügen. Fast 56% der Befragten stufen georgischen Wein mittlerweile als Trendthema ein, zumal sich die Zahl der Einzelhändler, die Weine aus der Kaukasus-Nation führen, seit 2021 mehr als verdoppelt habe. Inhaltlich entwickele sich das Segment immer mehr vom ethnischen Nischenprodukt zu einem geschätzten Trendthema für eine breitere Zielgruppe. Der wichtigste Profilierungsfaktor bleibe die traditionelle Herstellung in der Qvevri genannten Tonamphore, die durchschnittlich 52% des Georgien-Sortiments ausmache. -red-