30. Juli 2026

Spanisches Mehrweg-Projekt nimmt Gastro ins Visier

Zusammen mit acht weiteren Organisationen arbeitet die Federación Española del Vino (FEV) an einem Mehrweg-Projekt namens Rebocollect. Ziel sei es, ein kollektives Modell zur Wiederverwendung von Glasflaschen für den Weinsektor auf nationaler Ebene zu entwerfen, wie die FEV mitteilt. In erster Linie richte sich dieses an den spanischen Horeca-Sektor, wobei denkbar sei, es auf den Spirituosenbereich auszudehnen.
 
Rebocollect knüpft dabei an das Projekt „Rebo2vino“ an, das von 2023 bis 2025 durchgeführt wurde. Dieses kam zu dem Schluss, dass ein individuelles Modell zur Wiederverwendung von Flaschen weder aus ökologischer noch aus wirtschaftlicher Sicht realisierbar sei. Ein gemeinschaftliches Modell könnte hingegen Kosten und Umweltbelastung senken, sofern bestimmte Bedingungen gegeben sind, die Transportwege verkürzen würden und eine Mindestumlaufhäufigkeit gewährleisten könnten. Das wiederum sei die Grundlage von Rebocollect. Zu diesem Zweck prüfe man die nötige Größe und Kapazität von Spülzentren, logistische Anforderungen, Einführungskosten, Rückverfolgbarkeit der Flaschen, die Akzeptanz im Horeca-Bereich und bei den Verbrauchern sowie die Interaktion mit bestehen Recyclingsystemen. Diese wolle man bewusst nicht ersetzen, sondern untersuchen, ob die Wiederverwendung für bestimmte Vertriebskanäle und Produkte überhaupt in Frage kommt. Rebocollect habe eine Laufzeit von 40 Monaten und wird fast ausschließlich durch Förderungen des spanischen Landwirtschaftsministeriums und mithilfe von EU-Mitteln gestemmt. -red-