02. April 2026
Vella steigt bei IWB Italia auf
Alessandro Mutinelli und Alessandro Vella auf der ProWein |
Bei dem Treffen wurden auch die Zahlen fürs Geschäftsjahr 2025 genehmigt. Bereits im Februar 2026 hat IWB vorläufige Zahlen veröffentlicht (s. faxline 5/2026) und nun bestätigt. IWB konnte dabei Resilienz beweisen und vor allem eine Verbesserung der Verschuldungssituation erreichen: Die Nettofinanzverschuldung gegenüber Dritten sank dank eines starken Cash-Flows im Vergleich zum Vorjahr um 43% von 75,5 Mio. Euro auf 43,1 Mio. Euro. Trotz eines leichten Umsatzrückgangs von 1,5% auf 395,9 Millionen Euro konnte IWB den Weinabsatz um 3,65% auf insgesamt 158,7 Mio. Flaschen steigern. Die Zahl der im Ausland verkauften Flaschen stieg um 5,6 %, der Absatz in Italien ging um 5,5 % zurück. Nach Geschäftssegmenten sortiert wurden sowohl im Horeca-Kanal (+9,63%) als auch im Großhandel (+3,77%) Absatzsteigerungen erzielt. Die Umsatzerlöse im Horeca-Kanal kletterten im Vergleich zum Vorjahr um +6,2% auf 63 Mio. Euro. Dort wurden rund 33 Mio. Flaschen abgesetzt. Rückgänge gab es vor allem beim Distanzhandel: -12,5% beim Umsatz und -9,9% beim Absatz. Beim Distanzhandel ging der Absatz von 14,2 Mio. Flaschen auf 12,8 Mio. Flaschen zurück. Nach Angaben des Unternehmens waren dabei insbesondere die traditionellen Formen des Distanzhandels wie Teleshopping, Telefonverkauf und Mailings rückläufig.
Bei der Sortierung nach Verkaufsregionen zahlte sich der Fokus auf internationale Märkte aus. Italien insgesamt notierte einen Rückgang bei Umsatz (-10,18 %) und beim Absatz (-5,47 %). Die Performance innerhalb Italiens sei primär auf das schwächelnde Distanzhandels-Segment zurückzuführen. In Großbritannien wurde ein Rekordumsatz von 99,4 Mio. Euro (+10,7 %) erzielt. Die Region Nordamerika legt beim Absatz um 0,55% auf 12,391 Mio. Flaschen zu und baute beim Umsatz um -1,31% auf 40,56 Mio. Euro ab.
Die IWB-Gruppe startet mit der Einrichtung einer Marketingabteilung und der Gründung eines „GDO Italia“-Teams ins neue Jahr. Damit soll der Vertrieb auf dem heimischen (rund 8 Mrd. Euro großen Markt) intensiviert werden. Diese Neuaufstellung und das Wachstum im Premiumsegment (mit Marken wie Grande Alberone und Voga) stützen nach Ansicht der Unternehmensgruppe die Zukunftsfähigkeit. Mittelfristig plant das Management für die Jahre 2026 bis 2028 Expansion in neue Märkte und den verstärkten Ausbau der neuen Produktlinie für alkoholfreie und alkoholreduzierte Weine. -ja-