18. Juni 2026
„Weinbau in anspruchsvoller Phase“
Der Deutsche Weinbauverband (DWV) hat bei
seiner diesjährigen öffentlichen Mitgliederversammlung
Bilanz gezogen. Die Versammlung
fand am 12. Juni 2026 am TechCampus der
Hochschule Heilbronn statt. Dort konstatierte
DWV-Präsident Klaus Schneider, dass sich
der deutsche Weinbau „weiterhin in einer anspruchsvollen
Phase“ befände. Zugleich sehe
er „auf nationaler und europäischer Ebene eine
zunehmende Bereitschaft, gemeinsam nach
tragfähigen Lösungen zu suchen“, etwa bei
der nationalen Umsetzung der europäischen
Geoschutzreform und bei der Gemeinsamen
Agrarpolitik (GAP). Die zukünfitge Ausrichtung
der GAP nach 2027 bildete den thematischen
Schwerpunkt der Veranstaltung. Wie Schneider
ausführte, müssten „wirksame Kriseninstrumente“
dauerhaft in die GAP nach 2027
integriert werden, wozu er auch die verabschiedeten
Maßnahmen des EU-Weinpakets
zählt. Die eigenständige und verpflichtende
Mittelzuweisung für den Weinsektor (sog.
„Wine Envelope“) müsse beibehalten und
eigenständige sektorale Weinprogramme
fortgeführt werden. Darüber hinaus forderte
er Rodungsmaßnahmen und die Einführung
der Rotationsbrache. Auf nationaler Ebene
müsse das Weinrecht weiterentwickelt werden.
Der DWV begrüße die eine Woche zuvor
vom Bundesrat beschlossenen Änderungen
„insbesondere im Zusammenhang mit den
Regelungen zu Erstem Gewächs und Großem
Gewächs sowie zum Herbstbuch“, so Schneider.
Für die Weinbranche bedeute dies
„mehr Rechtssicherheit und eine verlässliche
Grundlage für die weitere Entwicklung unserer
Herkunfts- und Qualitätssysteme“. -red-