Nicht ganz halten konnten die deutschen Weinexporteure ihren Umsatz im ersten Halbjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; er sank um 2% auf 174 Mio. Euro, wie Monika Reule während des jüngsten Exportforums des Deutschen Weininstituts (DWI) in Oppenheim berichtet. Nach Auskunft der DWI-Geschäftsführerin
Vor allem das Geschäft in der Preiseinstiegsstufe sei stark zurückgegangen. Da deutsche Weine gerade in Großbritannien im Billigsegment gut vertreten waren, sind die Absatzrückgänge im britischen Markt mit 26% besonders deutlich. Die Entwicklungen in den einzelnen Exportmärkten verliefen laut Reule unterschiedlich. Trotz der knappen verfügbaren Mengen nach der kleinen deutschen Weinernte 2010 konnten in den USA, der Niederlande, in Norwegen, Kanada, China, Finnland und Dänemark teilweise beachtliche Wertsteigerungen realisiert werden. Mit fast einem Drittel der exportierten deutschen Weinmenge ist die USA der wichtigste Exportmarkt Deutschlands.
Das stärkste prozentuale Wachstum meldete die DWI-Chefin für China. Zwar sei das Gesamtvolumen von 20.000 hl noch immer klein, das Umsatzplus von 87% sei aber bemerkenswert, da fast alle Wein produzierenden Länder sich um den chinesischen Markt bemühen und in China in Sachen Wein quasi eine Goldgräberstimmung ausgebrochen sei. Reule kündigte an, im nächsten Jahr die DWI-Aktivitäten in China ausbauen zu wollen.
Wer die Entwicklung der inzwischen von seiten des Verbands deutscher Weinexporteure bis ins Jahr 2000 zurück von Reexporten befreiten Exporte analysieren will, bekommt den Überblick in dieser interaktiven Karte.
Infografik1:
Vom Ausgangspunkt Jahrtausendwende aus sieht vieles positiv aus. Der Umsatz im Export hat sich von 276 Mio. Euro auf zwischenzeitlich 434 Mio. Euro verbessert und ist im Zuge der Weltwirtschaftskrise seither wieder etwas eingebrochen. Da sich das Exportvolumen im wesentlichen seit 2000 (1,996 Mio. hl) bis zum letzten ganzjährig vorliegenden Ergebnis (2,053 Mio. hl ) nur wenig (exakt um 2,8% bei der Menge in zehn Jahren) verändert hat, ist beim Durchschnittspreis €/hl da also doch eine beachtliche Wertsteigerung von 39,1% erreicht worden.
Wie sich die Schwerpunkte unter den Absatzmärkten der exportaktiven deutschen Winzer geändert haben, zeigt die Infografik 2:
Quelle: www.deutscheweine.de
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