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24. Februar 2010

Bruno – Chef de Police




Bruno ist Ortspolizist in der kleinen Gemeinde Saint-Denis im beschaulichen Périgord. Seine Pflichten in dem friedlichen, auch bei Touristen beliebten Städtchen sind überschaubar. So bleibt ihm Zeit, Trainerstunden im Rugby für die Kleinsten von Saint-Denis zu organisieren, sich um seinen Garten zu kümmern, und er ist auch immer zu einem Schwätzchen mit den Bewohnern des Ortes bereit. Kein Wunder, dass er seine Mitbürger und ihre Bedürfnisse und Kümmernisse kennt wie kein anderer. Brunos Leben war nicht immer so beschaulich: im Bosnienkrieg war er als Soldat im Einsatz. Dort hat er einige seiner besten Kameraden und auch eine große Liebe verloren. Seitdem lebt Bruno allein.
Eines Tages wird das beschauliche Leben von Saint-Denis durch einen äußerst brutalen Mord auf den Kopf gestellt. Ein Immigrant, Kriegsveteran aus dem Algerienkrieg, der alleine etwas außerhalb lebte, aber im engen Kontakt mit seiner Familie im Ort stand, wurde regelrecht hingerichtet. Ein rassistischer Hintergrund scheint auf der Hand zu liegen, da dem Opfer mit dem Messer ein Hakenkreuz in die Brust geritzt wurde. Ebenfalls in diese Richtung deuten Aktivitäten von gelangweilten verwöhnten Jugendlichen in rechtsgerichteten Kreisen. Der Fall erregt in ganz Frankreich Aufsehen und ist so brisant, dass Bruno Verstärkung von der nationalen Polizei erhält, darunter die äußerst attraktive Isabelle. Außerdem tritt der eigens aus Paris gesandte, ehrgeizige Staatsanwalt Tavernier auf den Plan. Bruno ermittelt jedoch auf eigene Faust weiter und taucht tief in die Vergangenheit und die französische Geschichte ein.
Ein äußerst unterhaltsam und amüsant geschriebener Krimi, dessen Hauptfigur Bruno als Polizist, Menschenfreund, Hobbykoch und begehrter Junggeselle brilliert. En passant erfährt man Wissenswertes über das reizvolle Périgord und seine kulinarischen Genüsse und darf einige erlesene Weine „mitverkosten“.
 
Bruno – Chef de Police, Roman, Hardcover, Diogenes Verlag, ISBN 978-3-257-06699-9, 19,90 Euro

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