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18. Februar 2010




Wer sich umfassend über die italienischen Weine informieren will, kommt um den Vini d’Italia von Gambero Rosso nicht herum. So vielfältig wie die italienischen Landschaften sind auch die Weine, die vom Fuß der Alpen bis zum Fuß des Ätna auf Sizilien von kleinen und großen, bekannten wie unbekannten Winzerinnen und Winzern, Genossenschaften und Kellereien produziert werden. Die Autoren wollen diese Vielfalt jedes Jahr wieder möglichst umfassend zwischen zwei Buchdeckel packen, und dieses Vorhaben ist ihnen gelungen, wobei jede neue Ausgabe, wie die Herausgeber betonen, komplett überarbeitet und neu geschrieben wird. Diese informieren in ihrem Vorwort auch ausführlich über die Arbeit der Verkostungskommissionen, um das Vorgehen bei der Weinbeurteilung transparenter zu machen.
Die im Februar erschienene Ausgabe 2010 enthält Informationen über sage und schreibe 18.000 Weine, 2.250 Produzenten und 391 Weine, die die berühmten drei Gläser erhalten haben, die höchste Auszeichnung, die die Verkoster vergeben. Die Informationsfülle ist im wahrsten Sinne des Wortes überwältigend, denn die rund 1.000 nur mit Text gefüllten Seiten können auch sehr monoton wirken, wobei teilweise auch eine sehr kleine Schrift verwendet wurde. Eine willkommene Neuerung ist die Rubrik „Die drei grünen Gläser“, in der Weine vorgestellt werden, die unter besonderer Berücksichtigung von Umwelt, traditionellen Weinbautechniken und Nachhaltigkeit entstanden sind. Der Vini d’Italia bietet insgesamt eine verlässliche Orientierung beim Entdecken der italienischen Weinvielfalt.
 
Vini d’Italia 2010. 992 Seiten, gebunden, Hallwag Verlag, ISBN 978-3-8338-1893-6, 29,90 Euro